Lernziel
Am Ende dieser Lektion kannst du einen Einsteiger-Sudoku-Zustand betrachten und eine sinnvolle Suchrichtung wählen, ohne dass dir vorher der Name der Technik genannt wird.
Echte Rätsel kündigen den nächsten Zug nicht an
In den vorherigen Lektionen sagte dir der Titel, was du üben solltest.
Ein echtes Rätsel sagt nicht:
„Nutze jetzt Crosshatching.“
Du musst selbst entscheiden, was sich zu prüfen lohnt.
Diese Wahl ist eine eigene Fähigkeit.
Dein Einsteiger-Werkzeugkasten enthält nun vier zuverlässige Blickwinkel:
- Scanning — untersuche fast vollständige Einheiten und offensichtliche Einschränkungen.
- Crosshatching — folge einer Ziffer durch Zeilen und Spalten in eine Box.
- Nackter Single — finde eine Zelle mit einem zulässigen Kandidaten.
- Versteckter Single — finde eine Ziffer mit nur einer möglichen Position in einer Einheit.
Eine einfache Suchschleife
Du musst nicht jede Technik gleich intensiv suchen.
Probiere diese Schleife:
- scanne fast vollständige Zeilen, Spalten und Boxen;
- folge Ziffern, die bereits oft gelöst vorkommen;
- prüfe Zellen mit wenigen Kandidaten auf Nackte Singles;
- untersuche Einheiten auf Versteckte Singles;
- beginne nach jeder Eintragung wieder von vorn.
Warum neu anfangen?
Weil eine neue Ziffer ihre Zeile, Spalte und Box verändert. Dadurch kann sofort ein einfacherer Zug entstehen als alles, wonach du vorher gesucht hast.
Geführte Folge
Arbeite eine kurze Folge kontrollierter Einsteigerzustände durch.
Bestimme in jedem Zustand, was das Raster dir gibt, bevor du an den Techniknamen denkst. Frage zum Beispiel:
- Ist eine Einheit fast vollständig?
- Ist eine Ziffer stark eingeschränkt?
- Hat eine Zelle nur einen Kandidaten?
- Hat eine Ziffer nur eine Position in einer Einheit?
- Oder reichen die Informationen noch nicht für eine Eintragung?
Der Technikname ist nützlich, nachdem du den Beweis verstanden hast, nicht davor.
Bevorzuge den einfachsten erzwungenen Zug
Angenommen, ein Brett enthält sowohl ein Versteckter Single als auch ein komplizierteres Muster, das du erkennst.
Nimm den Versteckten Single.
Beim Einsteigerlösen geht es nicht darum zu zeigen, wie viele Techniken du kennst. Es geht darum, mit möglichst wenig unnötiger Arbeit klar und begründet voranzukommen.
Diese Gewohnheit bleibt auch bei fortgeschrittenen Techniken wertvoll.
Gemischter Kontrollpunkt
Sechs neue Zustände mischen die vier Einsteiger-Perspektiven und einen absichtlichen Fall noch keine Eintragung.
Es geht nicht nur um Begriffe. Jede Antwort soll die Struktur widerspiegeln, die den nächsten Zug tatsächlich beweist.
Wenn du nicht weiterkommst
Nutze diese Routine:
- Schau zuerst lokal. Welche Einheiten haben sich nach dem letzten Zug verändert?
- Reduziere die Ansicht. Folge einer Ziffer statt allen neun.
- Prüfe die Zelle. Hat eine Zelle mit wenigen Kandidaten nur eine Möglichkeit?
- Prüfe die Einheit. Hat eine Ziffer nur einen Platz?
- Rate nicht. Ist nichts erzwungen, wähle ein neues Scan-Ziel.
Merke
Der Einsteiger-Werkzeugkasten reicht bereits aus, um einen großen Teil der Sudoku-Logik zu lösen.
Noch wichtiger ist der Grundzyklus, den du im gesamten Kurs verwenden wirst:
suchen → beweisen → eintragen → neu scannen
Weiter
Kandidaten — mache die verbleibenden Möglichkeiten sichtbar, damit du über direkte Eintragungen hinaus logisch arbeiten kannst.
Referenz
Lies Sudoku-Strategien für Einsteiger für die vollständige Suchroutine und Tipps bei Blockaden.