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Sudoku
TechnikenFortgeschritten

Swordfish

Lerne, wie Swordfish im Sudoku funktioniert und wie drei Zeilen und drei Spalten Kandidaten eliminieren können.

Ein Swordfish ist ein grundlegender Fish der Größe 3.

Für eine Kandidatenziffer beschränken drei Ausgangszeilen alle ihre möglichen Positionen auf dieselben drei Spalten. Diese drei Zeilen benötigen drei Kopien der Ziffer, deshalb müssen die drei Cover-Spalten diese Kopien aus den Ausgangszeilen erhalten.

Kandidaten derselben Ziffer können daher aus den Cover-Spalten außerhalb der drei Basiszeilen entfernt werden.

Zeilen und Spalten können ihre Rollen tauschen.

Der entscheidende Unterschied zu X-Wing ist kein neuer Beweis.

Es ist lediglich eine größere Menge:

3 Basis-Einheiten → 3 Cover-Einheiten.

Kurzregel

Für einen zeilenbasierten Swordfish:

  1. Wähle Ziffer X.
  2. Wähle drei Zeilen, deren Kandidatenpositionen für X vollständig in denselben drei Spalten liegen.
  3. Die Zeilen sind die Basis-Einheiten.
  4. Die Spalten sind die Cover-Einheiten.
  5. Entferne X in den Cover-Spalten außerhalb der Basiszeilen.

Eine Basiszeile kann zwei oder drei Ausgangskandidaten besitzen.

Die drei Zeilen müssen keine identischen Kandidatenpositionsmuster haben.

Warum Swordfish funktioniert

Jede Basiszeile muss irgendwann eine Kopie der Fish-Ziffer enthalten.

Drei Basiszeilen benötigen also drei Platzierungen.

Alle Ausgangskandidaten werden von nur drei Spalten abgedeckt.

Diese drei Platzierungen müssen die drei Spalten besetzen – jeweils einmal pro Spalte.

Jeder zusätzliche Kandidat X in den Cover-Spalten außerhalb der Basiszeilen wäre eine unmögliche zusätzliche Kopie.

Das ist genau derselbe Zählbeweis wie beim X-Wing, nur mit N = 3 statt N = 2.

Ein Swordfish braucht kein 3×3-Kandidatenquadrat

Betrachte:

  • Zeile 1 → Kandidat 2 in Spalte 1 und 8;
  • Zeile 4 → Kandidat 2 in Spalte 1, 5 und 8;
  • Zeile 9 → Kandidat 2 in Spalte 5 und 8.

Die Vereinigung der Ausgangsspalten lautet:

{c1, c5, c8}

Drei Zeilen.

Drei Cover-Spalten.

Das kann einen Swordfish bilden.

Mehrere Zeilen-/Spalten-Schnittpunkte enthalten dabei überhaupt keinen Ausgangskandidaten.

Der Fish funktioniert trotzdem.

Brettbeispiel Schritt für Schritt

Spaltenbasierter Swordfish

Transponiere das Muster.

Drei Spalten können Kandidat 6 auf genau drei Zeilen beschränken.

Dann gilt:

  • Spalten = Basis;
  • Zeilen = Cover.

Kandidat 6 kann aus diesen Cover-Zeilen außerhalb der Basisspalten entfernt werden.

Swordfish vs X-Wing

Die wichtigste Verbindung lautet:

X-Wing
2 Basis / 2 Cover

Swordfish
3 Basis / 3 Cover

Die Erkennung ist allerdings anders.

X-Wing zeigt häufig zwei identische Positionspaare.

Swordfish verwendet oft:

  • unterschiedliche Zweierpaare;
  • eine oder mehrere Basiszeilen mit drei Positionen;
  • eine unregelmäßige visuelle Form.

Darum solltest du Swordfish über das Zählen der Cover-Einheiten lernen und nicht über ein festes Bild.

So findest du Swordfish

Ein manueller Solver sollte nicht zufällig beliebige Dreiergruppen von Zeilen testen.

Nutze dünn besetzte Kandidatenmengen.

1. Eine Ziffer filtern

2. Zeilen mit zwei oder drei Kandidaten finden

3. Kleine Gruppen vergleichen

Nimm drei vielversprechende Zeilen und zähle die Vereinigung ihrer Kandidatenspalten.

4. Nach genau drei Cover-Spalten suchen

Ist die Vereinigung genau drei Spalten groß, prüfe den vollständigen Ausgangszustand.

5. Nach äußeren Kandidaten in den Cover-Spalten suchen

Gibt es keine, ist der Fish zwar gültig, aber aktuell unproduktiv.

6. Bei Bedarf vertikal wiederholen

Swordfish vs Nackte Dreiergruppe

Beide verwenden „drei Dinge, die von drei Dingen abgedeckt werden“, aber die Objekte sind verschieden.

Nackte Dreiergruppe

3 Zellen reservieren 3 Kandidatenziffern innerhalb einer Einheit.

Swordfish

3 Basis-Einheiten benötigen 3 Platzierungen, die für eine Ziffer von 3 gegenüberliegenden Einheiten abgedeckt werden.

Der Vergleich zeigt ein allgemeines Sudoku-Prinzip: eingeschränkte Mengen zählen.

Swordfish vs Jellyfish

Jellyfish ist die Variante der Größe 4.

Weil Jellyfish denselben Basis-/Cover-Beweis auf vier Einheiten erweitert, lässt es sich am besten lernen, wenn X-Wing und Swordfish bereits sicher sitzen.

Was Swordfish normalerweise freischaltet

Swordfish
↓
Kandidat aus Cover-Spalte entfernen
↓
Versteckter Single
↓
Blockeinschränkung
↓
Locked Candidates

Führe die fortgeschrittene Eliminierung aus und kehre dann zu einfacherer Logik zurück.

Häufige Fehler

In jeder Basiszeile drei Kandidaten verlangen

Zwei oder drei Ausgangspositionen sind normal.

Identische Kandidatenspalten in allen drei Zeilen verlangen

Nicht nötig. Die Vereinigung der Cover-Spalten muss genau drei Spalten enthalten.

Vier Cover-Spalten akzeptieren

Dann liegt kein grundlegender Fish der Größe 3 vor.

Ausgangskandidaten eliminieren

Behalte die Basiskandidaten. Entferne die Ziffer nur aus Cover-Zellen außerhalb der Basiseinheiten.

Kandidatenziffern mischen

Ein Fish verfolgt genau eine Ziffer.

Erkennungsübung

Schreibe dünne Kandidatenkarten:

r1 → c1/c8
r4 → c1/c5/c8
r9 → c5/c8

Frage dann:

Wie viele unterschiedliche Cover-Spalten gibt es über diese drei Zeilen?

Wenn die Antwort drei lautet, prüfe mögliche Swordfish-Eliminierungen.

FAQ

Braucht Swordfish neun Ausgangskandidaten?

Nein.

Kann eine Basiszeile nur zwei Kandidaten besitzen?

Ja.

Ist Swordfish einfach ein größeres X-Wing?

Es verwendet denselben grundlegenden Fish-Beweis bei Größe 3.

Sollte ich danach Jellyfish lernen?

Nicht unbedingt. Im aktuellen Lernpfad bringt der Wechsel zu Wings und Links mehr Vielfalt, bevor Fish weiter skaliert werden.

Was du als Nächstes lernen solltest

Gehe zu XY-Wing, um von Ein-Ziffer-Mustern über Einheiten zu Beziehungen zwischen Bivalue-Zellen zu wechseln.